Wie gefährlich sind kombinierte Impfungen wirklich?

Kombinierte Impfstoffe – vor allem für Babys – sorgen immer wieder für heikle Diskussionen. So stehen sie unter dem Verdacht, dass sie Nervenschäden verursachen und sogar in Einzelfällen zum Tode führen können.

In den vergangenen Jahren wurden in Japan und Australien kurzfristig Impfstoffe vom Markt genommen, nachdem zahlreiche Kinder infolge von entsprechenden Impfungen unter Übelkeit und Fieberanfällen litten oder sogar verstarben. Nun dokumentiert eine fünfjährige dänische Studie ebenfalls das Auftreten von möglichen Nebenwirkungen derartiger Kombinationsimpfungen bei Babys. Dabei wurden die Kombinationsimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Keuchhusten sowie Haemophilius Influenza Typ B, die auch als Fünffach-Impfung bekannt sind, eindeutig mit Fieberanfällen in Verbindung gebracht. Dabei sehen die Wissenschaftler dies nicht als zunehmende gesundheitliche Bedrohung an. Besorgte Eltern hingegen stellen sich schon die Frage nach möglichen Folgeschäden.

Die Forschungsgruppe untersuchte im Zeitraum von 2003 bis 2008 die medizinischen Befunde von ungefähr 380.000 geimpften Babys mit DTap-IPV-Hib. Dabei sehen die dänischen Impfempfehlungen die dreifache Kombinationsimpfung im Alter von drei, fünf sowie Monaten vor. Die Datenanalyse zeigte dann, dass bei etwa 7.800 Babys bis zu einem Alter von eineinhalb Jahren Fieberanfälle auftraten. Nach diesen Ergebnissen erscheint die gelassene Haltung der Wissenschaftler als fragwürdig, wenn es um die gesundheitlichen Folgeschäden, wie zum Beispiel Autismus, Asthma, Hirnhautentzündungen oder Bauchspeichdrüsenentzündungen geht.

Bezüglich etwaiger Nervenschäden konnte allerdings festgestellt werden, dass mit diesen Impfungen kein erhöhtes Risiko für Epilepsie einhergeht. Sicherlich können epileptische Anfälle das Gehirn wesentlich stärker schädigen als Fieberanfälle, jedoch sollten die Fieberanfälle durch Kombinationsimpfungen nicht verharmlost werden.

Die Wissenschaftler erklärten trotz der nachweislichen Nebenwirkungen den Impfstoff DTab-IPV-Hib als sicher. Auf die Fragen, wie gefährlich die Fieberanfälle für Kinder wirklich sind, gaben die Wissenschaftler nur schwammige Antworten. Dabei wurden die Schwachpunkte des Impfstoffes nicht klar benannt. Es wurde lediglich gesagt, dass Babys, die auf die Impfung mit Fieber reagieren, wahrscheinlich erblich vorbelastet sind. Allein diese Antwort nimmt nicht nur der Pharmaindustrie jede Verantwortung, sondern stellt auch die Unabhängigkeit der Wissenschaftler infrage.

Allgemeine Impfempfehlungen für Deutschland

Seit der Ausrottung der Picken besteht in Deutschland seit dem Jahr 1983 keine Impfpflicht mehr. Hiermit beruft sich das deutsche Gesetz auf das Selbstbestimmungsrecht und gewährt jedem Menschen bezüglich medizinischer Entscheidungen ein eigenverantwortliches Handeln. So existiert in Deutschland keine einheitliche Impfpflicht, sondern nur öffentlich empfohlene Impfungen, die von den Gesundheitsbehörden der Bundesländer vorgegeben werden und die auf den aktuellen Einschätzungen der STIKO (Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts) beruhen. Hier gibt der sogenannte Impfkalender Auskunft darüber, welche Impfungen für Säuglinge und Kinder sowie Jugendliche und Erwachsene ratsam sind.

Insgesamt fordert die Impffreiheit den Eltern enorm viel Eigenverantwortung ab. Letztlich können Eltern nur selbst abwägen oder ggf. einen vertrauensvollen Arzt zurate ziehen, der die gesundheitliche Situation des Kindes objektiv einschätzt und Eltern bei den Entscheidungen unterstützt.

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