Warum Spazierengehen so gesund ist

Bekanntermaßen hält Bewegung fit und gesund. Dabei ist es noch nicht mal erforderlich, sich auf einen Hometrainer zu schwingen oder ein Fitnessstudio zu besuchen, denn wer ein paar Stunden in der Woche an die frische Luft geht und sich bewegt, profitiert von den gesundheitlichen Vorteilen. So ist das Spazierengehen nicht nur die einfachste Lösung, sondern auch die flexibelste und günstigste Form der Bewegung.

Fälschlicherweise nehmen viele Menschen an, dass beispielsweise Leichtathletik, Radfahren oder Krafttraining effektiver wäre, als das einfache Spazierengehen, jedoch geht aus wissenschaftlichen Untersuchungen hervor, dass sich die Effizienz des Spazierengehens durchaus sehen lassen kann.

Stress abbauen und besser schlafen

Stresshormone können am besten abgebaut werden, wenn sich bewegt wird. So schwinden Ärger und Ängste deutlich beim Spazierengehen und durch die frische Luft wird der Kopf wieder frei. Bewegung an der frischen Luft kann auch den gesunden Schlaf fördern und Einschlaf- und Durchschlafstörungen verhindern.

Auch für Kinder ist dies ein geeignetes Mittel, um Stress abzubauen. Bei einer Untersuchung der University of Buffalo Medical School wurde herausgefunden, dass Kinder, die zu Fuß zur Schule gegangen sind, der Blutdruck und der Puls weniger stark während des Unterrichts anstieg.

Gesund für Muskeln und Gelenke

Wer sich regelmäßig an der frischen Luft bewegt, der kann seine Muskeln und Gelenke stärken, sodass sie immer belastbarer werden. Auch für Betroffene, die unter Gelenkproblemen leiden, ist das Spazierengehen empfehlenswert. Schon das langsame Gehen kann sich positiv auf die Beschwerden ausüben.

Die Ergebnisse einer Studie zeigen, dass Betroffene mit Arthritis im Knie weniger Schmerzen verspürten, wenn sie in der Woche drei Stunden spazieren gingen. Zudem kam auch ein Teil der ursprünglichen Bewegungsfähigkeit zurück.

Gut gegen Heißhungerattacken

Wer unter Heißhungerattacken leidet oder sich gerade in einer Diätphase befindet, der kann seine Zuckersucht mithilfe von Spaziergängen überwinden. In einer umfangreichen Untersuchung der Exeter University durften 78 Schokoladenfans für 48 Stunden nichts Süßes essen. Die Hälfte der Teilnehmer saß an einem Schreibtisch und die anderen begaben sich auf ein Laufband für etwa 15 Minuten. Danach erhielt jeder Teilnehmer dieselbe Menge Schokolade und es zeigte sich, dass diejenigen, die auf dem Laufband waren, nur halb so viel davon aßen, als diejenigen, die am Schreibtisch saßen.

Wenn sich also eine Heißhungerattacke oder die Lust auf etwas Süßes bemerkbar macht und die Möglichkeit besteht, dann sollte es hinaus an die frische Luft gehen.

Demenz aufhalten

Regelmäßige Spaziergänge wirken sich auch positiv auf das Gehirn aus. Laut unterschiedlichen Untersuchungen konnten ältere Menschen, die beginnende Demenz verlangsamen, wenn sie jede Woche spazieren gingen. Dabei reichen pro Woche etwa acht Kilometer vollkommen aus, um diesen Effekt erzielen zu können. Die Ergebnisse zeigten aber auch, dass sich bei Betroffenen mit ersten Demenzzeichen auch der Gedächtnisverlust reduzierte. Auch die Abnahme der Gehirnmasse konnte verlangsamt werden. Mithilfe der Kernspintomographie wurde festgestellt, dass je länger die Strecken waren, die von den Probanden zurückgelegt wurden, desto größer blieb die Gehirnmasse.

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