Wie (un)gesund ist das Fasten?

Solange der Körper funktioniert, machen sich die meisten Menschen keine Gedanken um ihre Gesundheit. Erst wenn Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwächen und Erschöpfung eintreten, wird der Körper ernstgenommen. Vor allem Menschen, die ständig auf einem hohen Stresslevel leben, sind empfänglich für die zuvor genannten Symptome. Aus diesem Grund sollte öfter eine Ruhepause oder Entspannungsphase eingelegt werden. So ist eine Fastenkur eine gute Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und den Körper mit seinen Warnsignalen besser wahrzunehmen.

Fastenkur: Ärztliche Beratung wichtig

Das Heilfasten gehört wohl zu den bekanntesten Fastenkuren und wird von zahlreichen Menschen in Anspruch genommen. Dabei wird beim Heilfasten auf feste Nahrung gänzlich verzichtet, denn das Ziel ist es, den Körper zu entgiften. Damit die Entschlackung vorangetrieben wird, muss eine Menge Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee zu sich genommen werden. Genussmittel, wie zum Beispiel Kaffee, Zigaretten und Alkohol sind während des Heilfastens verboten.

Da solch eine Radikalkur in den menschlichen Organismus stark eingreift, darf eine Fastenkur nur von gesunden Personen durchgeführt werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich vor jeder Fastenkur ein Check-up beim Hausarzt, der die folgende Fastenkur dann ärztlich überwachen kann. Dabei existieren zahlreiche spezielle Kliniken für Entschlackungskuren, in denen geschultes Fachpersonal mit Rat und Tat zur Seite steht.

Für gewöhnlich dauert eine Fastenkur zwischen einer und vier Wochen. Der Körper passt sich nach wenigen Tagen dem neuen Lebensmodus an. Das Prinzip ist einfach: Sobald der Körper merkt, dass die Nahrungszufuhr ausbleibt, wechselt der Organismus in einen Automodus. Dieser plündert die vorhandenen Nährstoffdepots. Neben dem Magen-Darm-Trakt werden Gelenke, Gefäße und Gewebe entschlackt. Eine positive Begleiterscheinung des Fastens ist die vermehrte Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. Das im Blut befindliche Stresshormon Kortisol nimmt ab und eine innere Zufriedenheit tritt ein.

Nebenwirkungen einer Fastenkur

Die Übergangsphase zu einer radikalen Fastenkur kann einige Nebenwirkungen verursachen. Unangenehmer Mund- und Körpergeruch sind keine Seltenheit. Auch Reizbarkeit, Müdigkeit und Kopfschmerzen sind nicht auszuschließen. Doch es gibt auch Positives, denn die Pfunde purzeln wie von selbst, die Haut strafft sich, das Immunsystem baut sich auf und Gelenke werden entlastet. Zudem sinken auch die Blutfettwerte.

Die drei Phasen der Fastenkur

Der Beginn der Fastenkur wird als Entlastungsphase bezeichnet. Es folgen die Entschlackungs- und die Aufbauphase. Während der Entlastungsphase wird der Körper langsam an die anstehende Fastenkur herangeführt. Nicht nur auf lästige Genussmittel sollte verzichtet werden, auch die Einnahme von Medikamenten sollte nach Möglichkeit reduziert werden. Mithilfe von Einläufen oder Glaubersalz wird der Magen-Darm-Trakt vollständig entleert. Durch die Zunahme von reichlich Flüssigkeit werden dann Schadstoffe und Gifte aus dem Körper geschwemmt, sodass der Körper gereinigt wird.

Ein langsames Ende der Fastenzeit ist ein Muss. Da sich der Körper erst wieder an die gewohnte Nahrungszufuhr gewöhnen muss, sollte in der Übergangsphase auf schwer verdauliche Nahrung verzichtet werden. So wird Magenkrämpfen und Kreislaufbeschwerden vorgebeugt. Zunächst sollten kleinen Mengen an Obst auf dem Speiseplan stehen.
Nach der Fastenkur ist vor der Fastenkur: Nach Beendigung trägt der Lebensstil eines jeden Einzelnen dazu bei, ob und wie schnell sich wieder Schadstoffe ansammeln. Ein bewusster Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und sportlicher Bewegung ist auf alle Fälle zu empfehlen.

Titelbild © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

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