Vorsicht vor Keimen im Schwimmbad

Vor allem an sonnigen Wochenenden steigt das Risiko, sich eine Blasenentzündung einzufangen. Schuld daran kann ein nasser Bikini sein, denn ein ausgekühlter Unterleib kann die Immunabwehr schwächen, sodass Bakterien hier ein leichtes Spiel haben.

Wenn an den Wochenenden die Sonne brennt, dann sorgen Schwimmbäder oder Baggersee für eine willkommene Abkühlung. Jedoch ist hier Vorsicht angesagt, denn wer nach dem Wassern seine Badesachen nicht rechtzeitig wechselt, der riskiert eine unangenehme Blasenentzündung. Der Unterleib kann nach dem Baden stark auskühlen und Keime verbreiten sich. Durch die Kälte verlangsamt sich die Durchblutung, sodass automatisch die Immunabwehr geschwächt wird. Hierdurch entstehen ideale Voraussetzungen für Bakterien, die dann ungehindert in die Blase gelangen können.

Wird dann zusätzlich noch an heißen Tagen zu wenig getrunken, erhalten die Bakterien noch mehr Möglichkeiten, um sich zu vermehren. Da nämlich Flüssigkeit fehlt, kann der Körper die Erreger nicht ausreichend ausspülen, sodass sie über die Harnröhre in Blase gelangen und dort eine Entzündung der Blasenschleimhaut verursachen.

Blasenentzündung: Besonders anfällig sind Frauen

In Deutschland leidet etwa jede zweite Frau mindestens einmal in ihrem Leben an einer Blasenentzündung. Grundsätzlich basiert die höhere Anfälligkeit bei Frauen auf den anatomischen Unterschieden zum Mann. Dabei ist die weibliche Harnröhre mit 2,5 bis 4 Zentimetern wesentlich kürzer als die Harnröhre des Mannes und mündet in der direkten Umgebung zu Scheide und Darmausgang. Krankheitserreger aus diesen Regionen gelangen so wesentlich schneller in die Blase.

Blasenentzündung vorbeugen

Nach dem Wassern sollten die nassen Badesachen sofort gewechselt werden, damit der Unterleib und die Nierenregion nicht auskühlen. Besonders an heißen Tagen verliert der Körper durch das Schwitzen viel Flüssigkeit. Um die Keime aus der Blase zu schwemmen und den Flüssigkeitsverlust aufzuheben, ist es empfehlenswert, pro Tag zwei bis drei Liter Wasser zu trinken.

Grundsätzlich kann auch eine gesunde Ernährung einer Infektion vorbeugen. So bleibt das Immunsystem mit frischem Obst und Gemüse fit. Wer zu Blasenentzündung neigt, kann auch Cranberry-Saft trinken, da die Cranberrys nämlich besondere Pflanzenstoffe enthalten, die die Vermehrung der Bakterien hemmen kann. Empfehlenswert sind pro Tag 100 bis 200 Milliliter Saft.

Symptome einer Blasenentzündung

Meist äußert sich eine akute Blasenentzündung durch einen ständigen Harndrang. Dabei können Betroffene jedoch nur jeweils eine kleine Menge Urin ausscheiden. Zudem kann auch ein schmerzhaftes Brennen beim Wasserlassen auftreten sowie das Gefühl, gegen einen Widerstand anpressen zu müssen.

Oftmals ist der Urin auch getrübt oder enthält sogar Blut. Darüber hinaus können auch Schmerzen im Unterleib auftreten, da sich die Harnblase krampfartig beim Wasserlassen zusammenzieht. In der Regel verursacht eine Blasenentzündung aber kein Fieber. Sollte dennoch Fieber auftreten, sollten Betroffene sofort einen Arzt aufsuchen, da hier der Verdacht auf eine Nierenbeckenentzündung besteht und diese umgehend behandelt werden muss.

Titelbild © Rainer Sturm / pixelio.de

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