Phänomen Frühjahrsmüdigkeit: Was hilft wirklich?

Die Natur erwacht zum Leben, alles beginnt zu blühen und die Temperaturen werden wärmer. Trotzdem sind viele Menschen im Frühling müde und wollen nur schlafen – ein alljährlich wiederkehrendes Phänomen. Doch woher kommt nur diese Schläfrigkeit und was kann dagegen getan werden?

Etwa 30 bis 50 Prozent der deutschen Bundesbürger fühlen sich in der Übergangszeit von Winter zum Sommer kraftlos und müde. Der Hauptgrund für das Entstehen der Frühjahrsmüdigkeit ist der Klimawechsel, denn der Körper muss sich von den kalten auf die warmen Temperaturen umstellen. Als Reaktion auf diese Umstellung weiten sich die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt und es tritt Müdigkeit auf.

Oftmals kommt diese Müdigkeit auf, wenn es bereits einige Tage lang warm war. Sollte dann das Wetter auch noch verrücktspielen und zwischen kalten und warmen Temperaturen wechseln, so kann die Müdigkeit auch mehrmals auftreten. Auch der Melatoninspiegel nimmt hier eine wichtige Rolle ein, denn nach den Wintermonaten ist die Konzentration des Schlafhormons im Blut ganz besonders hoch.

Nicht jeder Mensch reagiert gleich, weshalb auch nicht alle Menschen von der Frühjahrsmüdigkeit betroffen sind. Wetterfühlige Menschen oder Menschen mit niedrigem Blutdruck sind besonders anfällig. Zudem trifft es Frauen weitaus häufiger als Männer. Aber auch ältere Menschen beklagen oftmals Frühjahrsmüdigkeit.

Hilfreiche Maßnahmen gegen Frühjahrsmüdigkeit

Wer unter der Frühjahrsmüdigkeit leidet, sollte sich keinesfalls schonen und sich ihr ausliefern. Sprich: Schlafen hilft nicht. Wesentlich besser helfen die folgenden Maßnahmen:

  • Der Körper muss sich langsam an die wärmeren Temperaturen gewöhnen, sodass unbedingt viel Zeit an der frischen Luft verbracht werden sollte.
  • Sport hilft dabei, dass der Blutdruck steigt und macht insgesamt fit. Außerdem werden „Glückshormone“ vom Körper ausgeschüttet. Sportlich Ungeübte oder chronische Kranke sollten zuvor mit ihrem Arzt sprechen, welche Sport- oder Bewegungsart infrage kommt. Auch leichte Spaziergänge können schon Abhilfe schaffen.
  • Wechselduschen sind bei der Frühjahrsmüdigkeit empfehlenswert. Zwar kostet es ein wenig Überwindung, nach dem warmen Wasser in der Dusche auf kaltes Wasser umzuschalten, dafür vertreibt es die Müdigkeit. Der Körper sollte abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser abgeduscht werden.
  • Ebenso wie beim Sport, schüttet der Körper die „Glückshormone“ auch aus, wenn ordentlich Tageslicht getankt wird.

Besonders wichtig ist: Wer sich über einen längeren Zeitraum hinweg ungewöhnlich stark müde oder erschöpft fühlt, der sollte in jedem Fall mit einem Arzt darüber sprechen. Neben der Frühjahrsmüdigkeit kommen auch zahlreiche andere Ursachen infrage. So können sich hinter einer chronischen Müdigkeit auch körperliche oder psychische Krankheiten sowie ein chronisches Erschöpfungssyndrom verbergen.

Titelbild © masterwilu – Panthermedia.net

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