Können Schlafmittel das Leben verkürzen und was hilft wirklich bei Schlafstörungen?

Laut US-Forschern sollen Schlaftabletten angeblich das Leben verkürzen, und zwar nicht nur, wenn eine Überdosis genommen wird, sondern auch, wenn zweimal im Monat Schlaftabletten eingenommen werden. Darüber hinaus soll sich hierdurch auch das persönliche Krebsrisiko erhöhen.

Dabei stützen sich die Forscher auf die aktuelle Studie zweier Gesundheitszentren in Wyoming und Kalifornien. Für diese Studie analysierten die Wissenschaftler Daten von mehr als 33.000 Patienten, von denen ein Drittel unter Schlafstörungen litt und infolgedessen Schlaftabletten, wie zum Beispiel Zopiclon, Temazepam, Zaleplon oder Zolpidem einnahmen. Andere Risikofaktoren für einen verfrühten Tod wurden bei der Ergebnisauswertung von den Wissenschaftlern ausgeschlossen. So zeigte sich, dass nach der Schlaftabletteneinnahme eine Person von 16 Schlaftablettenkonsumenten nach ungefähr zwei Jahren verstarb. Hingegen verstarb nur eine Person von 80 Menschen, die keine Schlaftabletten eingenommen hatten.

Das Todesrisiko stieg jedoch nicht bei Personen an, die jeden Tag Schlaftabletten einnahmen, wie man vielleicht vermutet, sondern bereits bei der Einnahme von zwei Schlaftabletten pro Monat. Allein diese geringe Dosis kann das Risiko verfrüht zu sterben, um das Dreifache erhöhen. Hingegen stieg das Krebsrisiko nur bei denjenigen an, die enorm hohe Dosen von Schlaftabletten zu sich nahmen. Hier stieg das Krebsrisiko um 35 Prozent.

Letztendlich sind die Forscher zu dem Schluss gekommen, dass die wenigen guten Eigenschaften von Schlaftabletten keinesfalls deren Risiken rechtfertigen. Aus diesem Grund sollten Menschen mit Schlafstörungen zunächst alternative Möglichkeiten nutzen, bevor sie auf synthetische Mittel zurückgreifen.

Hilfe bei Schlafstörungen

Einige Studien haben bereits bewiesen, dass eine kognitive Verhaltenstherapie sehr hilfreich sein kann bei Schlafstörungen. Auch pflanzliche Präparate, Tinkturen oder Tees, die zum Beispiel Baldrian, Melisse, Kamille, Hopfenblüten oder Passionsblume enthalten, können äußerst schlaffördernd wirken und eine sinnvolle Alternative sein.

Zudem wird in den USA auch das Hormon Melatonin bei Schlafstörungen verabreicht. Eine Möglichkeit wäre auch, am Abend Weintrauben zu verzehren, da hierdurch die Produktion von Melatonin gefördert wird. Hierzu genügen bereits 300 Gramm Weintrauben. Darüber hinaus können Lebensmittel, die viel Vitamin-B enthalten, wie zum Beispiel Bananen oder Nüsse das Einschlafen unterstützen.

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